Waldvolk e.V. Adventslichter

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Dezember 2016

2. Advent im Wald

Wilder Freitag, 02.12.2016

Wo ist die dunkelste Stelle im Wald? Wo finden wir die nächsten Adventslichter? Ist es das Licht, das wir durch die Bäume erspähen? Nein, das ist die untergehende Sonne. Dann werden sich die Kinder einig: Im magischen Wald, bei der Schlammnymphe. Ob aus der jetzt eine Eisnymphe geworden ist?

Auf dem Weg begegnen uns kleine und größere Wunder aus Eis: zugefrorene Pfützen mit zauberhaften Blumenmotiven und Rutscheflächen, archäologische und paläontologische Artefakte, wie Dinosaurierzähne und Pfeilspitzen, auch ein Dolch und Fensterscherben waren darunter. Im Wald finden wir mit gefrorenen Tautropfen "verklebtes" Gras. Ein ganz eigenens, magisches Netz aus Grün und Gefunkel. Der Boden unter uns ist gefroren und gibt doch nach, an ganz ungewohntes Geh-Gefühl. An der großen Wurzel klettern die Kinder hinauf, helfen sich gegenseitig und steigen auf der anderen Seite wieder ab.

Bei der Seenymphe finden wir unser Mandala wieder. Der Tümpel ist tatsächlich zugefroren und es hat sich ein Naturmandala aus Fichtennadeln gebildet. Die Kinder spielen und suchen nach den Adventslichtern. Da tauchen sie auf. Auf der anderen Seite, gleich beim Elfentanzplatz. Ohne nasse Füße gehen wir zu ihnen, singen "Es ist für uns eine Zeit angekommen" und freuen uns an den Lichtern. Wir suchen uns einen Weg zurück. Die Kinder geistern als Lichtpunkte durch den Wald.

Nach einer festlichen Stärkung am Nymphenteich ziehen wir mit den Fackeln zurück. Und lernen wieder: Je heller das Licht, desto dunkler der Wald. Da blitzt hinter den Bäumen noch ein Licht auf. Der Mond, als schmale Sichel, scheint durch den Wald. Die Sterne über uns ziehen uns in ihren Bann und wir finden den Delphin. Venus und Mond sehen wir erst auf der Rückfahrt nach Bad Grund.

gefrorene Pfütze Wasserfall Saurierzahn auf der Wurzel Adventslichter Adventslichter Fackeln im Wald Fackeln im Wald

Höhlenerlebnis in Clausthal

Wilder Freitag, 09.12.2016

Heute erforschen wir den Clausthaler Wald. Während die Waldzwerge durch den nebligen Forst schleichen und dabei einen Hasen aufschrecken, gehen die Erwachsenen ganz gesittet die Straße entlang. Mit Kind im Tragetuch ist das einfacher. Die Zwerge haben uns aber "immer im Blick", ihnen entgeht nichts. Als das Gelände einfacher wird, gehen auch wir Großen mit in den Wald. Wie mystisch selbst so ein Forstwald im dichten Nebel wirkt!

Wir scheren wieder auf die Straße zum Ottiliae-Schacht ein, gerade als der Besuch aus Paderborn seinen Weg durch den Nebel findet. "Wo lockt ihr uns denn hier hin?", werden wir gefragt. Willkommen im Harz, können wir da nur antworten und lachen.

Der Ottiliae-Schacht ist mit großen Plastikplanen verhüllt - Christo im Oberharz. Die Kinder staunen und spielen dann auf dem Gelände. Im Nebel hören wir uns mehr als das wir uns sehen. Die Ruinen vom ehemaligen Fahrstuhl stimmen uns auf Grusel ein und in der Höhle erforschen wir uralte Höhlenmalereien. Pferde, Steinböcke, Hände und Jäger sind dargestellt. Vor gar nicht langer Zeit müssen die Oberharzer noch von der Jagd mit Speeren gelebt haben, denn die Bilder sind nicht sonderlich alt.

Mittlerweile ist es nicht nur vom Nebel dunkel. Wir finden unsere Adventslichter. Im Nebel wirken sie noch heimeliger als in sternenklarer Nacht. Der Rückweg geht über Grashügel, ab und an sinken wir tiefer im hohen Gras ein. Unser Besuch ist froh, als wir wieder Zeichen der Zivilisation entdecken nd den Schienen der Schmalspurbahn folgen können.

Nebelzwerge Höhlenmalerei 3. Advent

Fackelzauber am Smaragdsee

Wilder Freitag, 16.12.2016

Wir sind eine große Gruppe, das ist schön. Gemeinsam gehen wir Richtung Smaragdsee ndash; wir möchten Kerzen auf dem Teich schwimmen lassen. Aber erstmal bleiben wir an der Brücke und dem Bächlein "hängen". Auch sonst spielen die Kinder rechts und links des Weges. Sie hüpfen auf den Weg und erschrecken uns oder gehen auf Exkursion und finden neue Pfade.

Als wir an den See kommen, ist es fast dunkel. Nur für Schwimmkerzen ist es nicht der richtige Ort: Der Teich ist ganz vereist! Die Kinder suchen Eisplatten, wir entzünden die Kerzen an Land und stellen die Platten davor. Das sieht sehr festlich aus. Ein warmer Tee und süßes Gebäck zu adventlicher Beleuchtung – so darf ein Waldtag auch sein.

Wir bedanken uns bei dem See für die vielen wundervollen Sommerstunden und treten den Rückweg an. Ein müder Waldzwerg wird auf der Sänfte getragen: Er darf auf einem dicken Ast Platz nehmen und die Beine ausruhen. Dann kann er wieder mit den anderen laufen und toben.

an der Brücke Eiskerze 4. Advent

Lagerfeuer am Taternplatz

Waldgeburtstag, 21.12.2016

Heute feiern wir Waldgeburtstag! Und weil auch noch Wintersonnenwende ist, nutzen wir unsere neue Feuerstelle für ein großes Sonnenwendfeuer. Der Platz ist über und über mit Rauhreif bedeckt. Ganz zarte Eisblumen bedecken den Boden, die Steine und Pflanzen. Als wir das Feuer entzünden glitzern sie im Widerschein.

Wir singen ein Lied für die Erde und für "unseren" Platz. So viele freudige Stunden haben wir hier schon erlebt. Da schmücken wir einen der Bäume am Platz festlich und bedanken uns bei allen Waldgeistern. Die Kinder spielen erst im Dunklen und gehen dann mit einer Fackel durch den Wald. Der Wolf ist heute auch dabei, wild und frei und sehr verspielt.

Eiskristalle Baumschmuck Feuerstelle am Feuer

Ein verirrter Herbsttag

Wilder Freitag, 30.12.2016

Manchmal gibt es Tage, die haben sich in der Jahreszeit vertan. Heute ist so einer: Es ist warm, die Farben leuchten, das Laub raschelt und alles riecht nach Herbst. Ein richtig goldener Oktobertag – mitten im Dezember.

Wir starten in Bad Grund und gehen am Pavillon vorbei. Wir wandern eine große Runde, erzählen Geschichten und freuen uns an den Sonnenstrahlen. Die Kinder zeigen sich gegenseitig den Wald und erkunden das Gelände ganz selbständig. Das Laub lädt zu regelrechten Laubschlachten ein und vor lauter Übermut werden die Mützen vom Kopf geklaut. Wir können auch im Moos sitzen, so warm ist der Boden. Da macht picknicken doppelt Freude.

Wir gehen bis zum Wassertretbecken bei Laubhütte. Das ist so voll, dass es überläuft. Wir lassen unser Katamarane mit Neujahrswünschen den Fluß herunter schippern. Die Fahrt ist recht rasant, weil der Fluß so wild ist. Als sich eines unserer Kinder nasse Füße im Wassertretbecken holt, gehen wir zurück, auch wenn die anderen gern noch am Fluß gespielt hätten. Tapfer marschieren alle wieder bis nach Bad Grund, trotz kurzer Beine und kalter Füße. Wir gehen sogar gemeinsam die große Runde und spielen noch im Wald.

im Wald Gesicht Laubschlacht Mützenklau unterm Baum Neujahrsschiffe am Fluß



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